Sonntag, 15. November, 11.00, Paradieskirche

Im vertrauten Kreis eines Familienfestes ist es uns selbstverständlich wie anders wir alle sind: Da ist die schrullige Grossmama und das freche Enkelkind. Da chillt der coole Cousin neben der geschäftigen Tante. Aber in anderen Begegnungsräumen beurteilen wir Menschen schnell nach ganz bestimmten und meist recht engen Erwartungen: Buschis sollen süss und Heranwachsende auf eine erfolgreiche Zukunft bedacht sein. Erwachsene sollen Leistungsträger sein und Greise weise. Was, wenn Menschen von solchen Erwartungen abweichen? Wenn ein Kind Mühe hat, sich auf die Schule zu konzentrieren oder der Erwachsene im Alltag auf Hilfe angewiesen ist? Wer nicht in die Erwartungsschubladen der Gesellschaft passt, kann froh sein, wenn er sich zumindest in eine der Diagnoseschubladen von ICD-11 und IV stecken lässt. Andernfalls steht man schnell zwischen allen Stühlen.
Zu den Eigenwilligkeiten des christlichen Glaubens gehört es, dass Gott unser allzu menschliches Schubladisieren unterläuft: Für Gott sind wir alle gleich: ob gross oder klein, ob mit oder ohne Behinderung. Am Sonntag, 15. November, 11.00 (!), feiern wir uns – in all unserer Andersartigkeit – als geliebte Geschöpfe von Gott. Zum ersten Mal findet dann der kantonale „Zäme-Fire-Gottesdienst“ bei uns in der Paradieskirche statt. Zusammen mit der Vorbereitungsgruppe rund um Judith Borter und dem Gross-und-Klein-Team feiern wir für und „mit Menschen mit Behinderung und anderen Menschen mit offenem Gemüt“ Gottesdienst. Herzlich willkommen!
Pfarrerin Andrea Lassak mit Team
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