Wegbegleitung Leimental

Die Wegbegleitung Leimental bewirkt viel Gutes, auch in unserer Kirchgemeinde. Sie hat zum Beispiel Theresia und Rosemarie zusammengeführt. Wie kam es dazu? Theresia Senn erklärt:

«Der Besuch der alten Dame»- so lautete mein Auftrag, nachdem ich kurz davor den Kurs als Wegbegleiterin in Binningen gemacht habe. Da stand sie, die alte Dame, in ihrem Paradies auf ihrem Balkon mit grünem Lidschatten und grünen Fingernägeln und ich war so aufgeregt und freudig gespannt, was bei diesem Besuch auf mich zukommt. Bei Rosemarie- denke ich- war es nicht Liebe auf den ersten Blick aber sicher auf den zweiten. Sie musste sich erst auf meine regelmässigen Besuche einlassen. Aber seither haben wir uns gegenseitig ins Herz geschlossen und ich besuche sie seither jede Woche für zwei Stunden. Oft sitzen wir auf ihrem Balkon im Blumenparadies, trinken Kaffee und manchmal auch ein Gläschen Sekt und Rosemarie erzählt von früher, von ihrer Kindheit und ihrem langen Leben. 

Rosemarie ist einsam. Sie hat vor über 20 Jahren ihren Mann verloren und ihre Tochter mit Enkeln und Urenkeln wohnen zu weit weg für spontane Besuche.

In den letzten Monaten haben wir angefangen, zusammen spazieren zu gehen und kleine Ausflüge zu machen. Ich möchte Rosemarie in diesen zwei Stunden eine schöne und unbeschwerte Zeit geben, an die sie sich die Woche durch erinnern kann. Aber auch die Möglichkeit, Dinge mit jemanden Aussenstehendem zu besprechen, ohne verurteilt zu werden- einfach sich selber sein dürfen.  

Es ist eine wunderbare und schöne Aufgabe und ich bin froh, etwas von meiner Zeit an Rosemarie weitergeben zu können.