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SCHRIFTGRÖSSE - +

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Zweifel

Glücklich hab‘ ich einst als Kind
Immer meinem Gott vertraut;
Hab‘ im Jubel und im Schmerz
Gläubig zu ihm aufgeschaut.
Unbegrenzt schien mir sein Walten,
Dankte täglich im Gebete. 
Glaubte alles zu erhalten,
Was ich kindlich mir erflehte.

Heute? – Trag ich selbst die Schuld,
Dass ich abgestumpft und flau,
Ohne Überzeugungskraft,
Auf den Gott der Kindheit schau?
Oder liegt die Schuld am Leben,
Das mich wund und müd‘ geschlagen?
Dunkler Zweifel peitscht die Sinnen
Und verwirrt mir alle Fragen.

Dennoch, schöne Jugendzeit,
Liebevoll gedenk‘ ich dein!
Könnt’ ich wieder wie als Kind
Gläubig, fromm und glücklich sein!
Du, o Sehnsucht, musst mir helfen
Not und Zweifel überwinden!
Hilf mir, alles dran zu wenden,
Wieder meinen Gott zu finden!

 

Aus Gedichte von Louise Wildberger-Sax
Gelesen im ökumenischen Gottesdienst am 21.1.2018
In der Gebetswoche für die Einheit der  Christen zum

Thema Glaube und Zweifel   -   Tom Myhre

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